97. Jahrestagung der DOG 1999

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IDIOPATISCHE PARAFOVEOLARE RETINALE TELEANGIEKTASIE - EINE VERLAUFSBEOBACHTUNG ÜBER SECHS JAHRE

A. Petzold, P. Lommatzsch

Der Begriff der parafoveolaren Teleangiektasien wurde erstmals von Reese im Jahre 1956 gebraucht (1). Es handelt sich dabei um eine retinale Gefäßerkrankung unbekannter Genese, welche in verschiedene Gruppen eingeteilt wird. Hauptmerkmale dieser Erkrankung sind dilatierte Kapillaren in der Makula, Lipidexsudationen, Makulaödem, fokale Pigmentepithelhyperplasien sowie Ausbildung subretinaler Neovas-kularisationen.

Patienten: Seit 1993 beobachten wir 5 Patienten, bei denen diese Diagnose gestellt wurde. Dabei handelt es sich um eine Frau und vier Männer im Alter von 35 bis 69 Jahren. In einem Fall entwickelte sich 2 Jahre nach der Diagnosestellung zusätzlich ein retinaler Venenastverschluß.

Ergebnisse: Anhand von Fundusphotos und fluoreszenzangiografischen Bildern schildern wir den Verlauf und die differentialdiagnostische Abgrenzung zu anderen retinalen Gefäßerkrankungen. Schlußfolgerung: Die parafoveolare Teleangiektasie ist eine Erkrankung des Kapillarsystems der Makula, die unter anderem von der altersabhängigen Makuladegeneration abzugrenzen ist.

1. Reese, AB: Am J Ophthalmol 42:1-8, 1956

Gemeinschaftspraxis Prof. Dr. P. Lommatzsch, Goldschmidstraße 30, D-04103 Leipzig


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