97. Jahrestagung der DOG 1999

P 492

VERBESSERTE VERLAUFSKONTROLLE VON KINDERN MIT JUVENILER UVEITIS MIT DER LASER-TYNDALLOMETRIE

H. Wenkel, N. X. Nguyen, U. Schönherr

Ziel der Therapie von Kindern mit juveniler Uveitis ist eine adäquate Entzündungskontrolle mit der niedrigsten möglichen Dosierung um systemische und okuläre Nebenwirkungen zu minimieren. Es sollte die Einsetzbarkeit der quantitativen Laser-Tyndallometrie bei der Verlaufskontrolle und Therapieoptimierung von Kindern mit juveniler Uveitis untersucht werden.

Patienten und Methoden: Wir untersuchten 20 Kinder (10 Mädchen und 10 Jungen) im Alter von 2,7 bis 15,3 Jahren mit einer chronischen juvenilen Iridozyklitis (10/20) oder einer retinalen Vaskulitis (10/20). Innerhalb des Beobachtungszeitraums von im Median 25,2 Monaten (2 bis 83 Monate) wurden regelmäßige klinische Kontrollen durchgeführt. Klinische Daten, die aktuelle Therapie, sowie die Werte der Laser-Tyndallometrie (Kowa FC-1000) wurden registriert.

Ergebnisse: Eine verläßliche und reproduzierbare Messung mit dem Laser-Flare-Zellmeter war auch bei diesen jungen Patienten möglich. Bei allen Kindern fand sich eine gute Korrelation zwischen den Werten der Laser-Tyndallometrie und dem klinischen Verlauf. Akute Entzündungsschübe sowie das Ansprechen auf die Therapie wurden frühzeitig registriert.

Schlußfolgerung: Die Laser-Tyndallometrie ermöglicht eine weitgehend Untersucher-unabhängige Verlaufskontrolle der intraokularen Entzündung auch bei Kindern mit juveniler Uveitis. Die Tyndallometriewerte erlauben eine Steuerung der lokalen und systemischen immunsuppressiven Therapie.

Augenklinik mit Poliklinik der Universität Erlangen-Nürnberg, Schwabachanlage 6, D-91054 Erlangen


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