97. Jahrestagung der DOG 1999

V 472

ERBIUM:YAG-LASER-PHAKOEMULSIFIKATION UNTER VERWEN-DUNG VERSCHIEDENER APPLIKATIONSSYSTEME.-

W. Wetzel

Der Erbium:YAG-Laser ist aufgrund der hohen Absorption seiner Strahlung (2940nm Wellenlänge) an den Gewebswasseranteilen eine bevorzugte Energiequelle für die Photoablation. So konnten frühere in-vitro-Studien zeigen, daß eine Fragmentation von Linsenkernen mit nur geringen thermischen Nebenwirkungen möglich ist.

Methode und Patienten: Wir setzten einen für die klinische Anwendung zugelassenen Er:YAG-Laser (Phacolase, Aesculap-Meditec) ein. Die Laserpulsenergie konnte zwischen 5 und 50mj, die Repetitionsrate zwischen 10 und 100Hz eingestellt werden. Die Laserenergie wurde über eine spezielle ZrF-Faser zum Handstück übertragen. Verschiedene Applikationssysteme wurden verwendet. Wir behandelten 25 Patientenaugen mit verschieden dichter Cataract.

Ergebnisse: Die Fragmentation des Linsenkerngewebes war am wirksamsten zu erreichen mit niedrigen Pulsenergien und hohen Repetitionsraten. Die erforderlichen Gesamt-Laserenergien lagen zwischen 15 und 250J. Probleme bestehen mit der Fragmentation sehr harter Linsenkerne. Das Design des Applikationssystems hatte maßgeblichen Einfluß auf die Zeiteffizienz des Verfahrens.

Schlußfolgerung: Mit dem Er:YAG-Laser ist eine deutliche Reduzierung der erforderlichen Energie im Vergleich zur Ultraschall-Phakoemulsifikation möglich. Verbesserte Operationsstrategien und Applikationssysteme müssen nunmehr für eine bessere Zeiteffizienz sorgen.

Augen-Operationszentrum Weinheim, Bismarckstr. 4, 69469 Weinheim


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