97. Jahrestagung der DOG 1999

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REPRODUZIERBARKEITSMESSUNGEN DER RETINALEN NERVENFASER-SCHICHT - VERGLEICH DER MESSUNGEN MITTELS SCANNING LASER POLARIMETRY (NFA) UND OPTISCHER KOHÄRENZ-TOMOGRAPHIE (OCT)

M. Klemm, R. Schwartz, A. Walter

NFA und OCT repräsentieren zwei bildgebende Verfahren zur Messung der retinalen Nervenfaserschicht-Dicke (RNFS). Diese prospektive Studie analysiert und vergleicht die Reproduzierbarkeit der mit diesen beiden Verfahren erhaltenen Daten.

Probanden: Die Reproduzierbarkeit der Meßdaten wurde in 20 Augen von 20 gesunden Probanden mit einem Durchschnittsalter von 44 Jahren untersucht. Bei jedem Auge erfolgten in kurzen Abständen 6 Messungen durch den gleichen Untersucher. Die RNFS-Dicke wurde entlang eines zirkulären Scans von 3,4 mm Durchmesser um die Papille gemessen. Die Basis für die Meßwiederholungen bildete die mittlere RNFS-Dicke der superioren, inferioren, nasalen und temporalen Region, sowie der Mittelwert der Gesamtzirkumferenz. Als Maß für die Übereinstimmung der Meßwiederholungen wurden die Intraclass-Korrelationskoeffizienten (ICC) und die Variationskoeffizienten (VK) berechnet.

Ergebnisse: Die mit dem NFA erhaltenen ICCs lagen über 0,9, die mit dem OCT erhaltenen um 0,5. Die Variationskoeffizienten waren für das NFA mit etwa 6,0 nur halb so groß wie die des OCTs mit etwa 12,0. Schlußfolgerung: Die höhere Übereinstimmung zwischen den Messungen zeigt das NFA. Die mit dem NFA erhaltenen Meßdaten scheinen zuverlässiger zu sein als die des OCT.

Universitätsaugenklinik, Martinistr. 52, D-20246 Hamburg


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