97. Jahrestagung der DOG 1999

V 408

BEWEGUNGSARTEFAKTE IM GLASKÖRPER WÄHREND DER VITREKTOMIE

P. Riedel, M. Mrochen, H. Petersen, T. Seiler

Bei der Vitrektomie mit mechanischen Schneidsystemen lassen sich Schwingungen und Vibrationen von intraokularen Strukturen beobachten. Ziel dieser Arbeit war ein experimenteller Vergleich dieser intraokularen Bewegungsartefakte zwischen der mechanischen und der Er:YAG-Laser Vitrektomie.

Material und Methode: Die intraokularen Strukturen wurden mittels einer 0,9 mm breiten Folie (Dicke ca. 10 µm) in einer mit Wasser gefüllten Küvette reliabel simuliert. Die Bewegungen bei einem kommerziellen mechanischen Cuttersystem konnten mit den Vibrationen bei unterschiedlichen Laser-Handstücken (Laserpulsenergie 20 mJ) verglichen werden. Die Messung der Bewegungen erfolgte mittels Laser-Triangulatuion. Die Aufzeichnung der Vibrationen konnte bei unterschiedlichen Schneidraten von 2, 5 und 10 Hz und konstantem Aspirationsdruck von 50 mmHg durchgeführt werden.

Ergebnisse: Bei allen entstehenden Vibrationen ergeben sich keine Abweichungen von der Anregungsfrequenz. Das Verhältnis der maximalen Schwingungsamplituden zwischen den Laserhandstücken (AL) und dem mechanischen Cutter (AM) beträgt AL/AM = 0,3.

Schlußfolgerung: Die reduzierten intraokularen Bewegungen bei der Er:YAG-Laser Vitrektomie stellen einen potentiellen Vorteil für die Hinterabschnittschirurgie dar.

TU-Dresden, Augenklinik, Fetscherstr. 74, D-01307 Dresden


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