97. Jahrestagung der DOG 1999

K 40

ERGEBNISSE NACH PERFORIERENDEN KERATOPLASTIKEN MIT ORGANKULTIVIERTEM MATERIAL - EIN 3 - JAHRES FOLLOW UP

G. Jendral1, F. Wilhelm2, S. Clemens1

Mit dem zunehmenden Aufbau von Hornhautbanken hat sich die Verwendung von organkultivierten Hornhäuten für Keratoplastiken durchgesetzt, obwohl frisches Material eine höhere Endothelzelldichte besitzt. Dem gegenüber stehen jedoch die unübersehbaren Vorteile der Organkultur. Aufgabe dieser Arbeit war es herauszufinden, ob die Ergebnisse von Keratoplastiken mit kultiviertem Material über einen längeren Zeitraum von 3 Jahren mit denen von Keratoplastiken mit frischem Material vergleichbar sind. Es wurden die ersten 100 Keratoplastiken mit aus der Greifswalder Hornhautbank stammenden Transplantaten nachverfolgt. Dabei wurden relevante allgemeine und ophthalmologische Vorerkrankungen in die Ergebnisse mit einbezogen. Aus verschiedenen Gründen (z.B. Tod des Patienten innerhalb der ersten 3 Jahre nach Keratoplastik) konnten letztlich nicht alle 100 Patienten über den o.g. Zeitraum nachverfolgt werden. Insgesamt verliefen mehr als 90% der Keratoplastiken primär erfolgreich. Nach drei Jahren betrug der Anteil der erfolgreichen Operationen noch mehr als 70%. Dabei waren die Gründe für ein späteres Transplantatversagen bei primär klarer Hornhaut vielfältig. Die Ergebnisse zeigen, daß die Resultate über längere Zeit nach perforierenden Keratoplastiken mit organkultiviertem Material solchen mit frischem Material nicht nachstehen - bei allen Vorteilen, die eine Hornhautbank bietet.

1 Univ.-Augenklinik, Rubenowstr. 2, 17487 Greifswald
2 Univ.-Augenklinik, Magdeburger Str. 20, 06097 Halle


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