97. Jahrestagung der DOG 1999

P 385

VARIABILITÄT VON LASER-DOPPLER-FLOW-MESSUNGEN

T. Emschermann, A. S. Bernd, L. E. Pillunat



Hintergrund: Verschiedene Studien mit dem Scanning Doppler Flowmeter (HRF) und mit dem kontinuierlichen Laser Doppler Flowmeter (LDF) zeigten eine große Variabilität der Meßwerte. Ziel der Studie war es zu untersuchen, ob die beobachtete Variabilität durch interindividuelle oder intraindividuelle Faktoren bedingt ist.

Methoden: In einer Studie an 60 Augen von 60 gesunden Personen wurden der relative Blutfluß (Flow), die relative Geschwindigkeit (Velocity) und das relative Volumen (Volume) am Sehnervenkopf untersucht. Alle Parameter wurden bei drei verschiedenen Sitzungen an zwei unterschiedlichen Lokalisierungen der Papille ermittelt. Die Messungen wurden mit einem Scanning Laser Doppler Flowmeter und einem kontinuierlichen Laser Doppler Flowmeter durchgeführt. Die Daten wurden mit einer Regressionsanalyse statistisch ausgewertet.

Ergebnisse: Die kontinuierliche Laser Doppler Flowmetrie demonstrierte die größte Variabilität bei dem Parameter Velocity (Korrelationskoeffizient r=0,42). Die Korrelation zwischen des Blutflußmessungen war r=0,73 und zwischen den Volumenmessungen r=0,64. Das Heidelberg Scanning Laser Flowmeter zeigte vergleichbare Ergebnisse (Velocity r=0,7; Volume r=0,73; Flow r=0,69). Es fand sich kein signifikanter Unterschied zwischen den beiden Methoden bei einem der Parameter

Schlußfolgerung: Die vorliegenden Ergebnisse zeigen, das die Variabilität der Laser-Doppler-Flowmetrie-Messungen hauptsächlich durch interindividuelle Streuung bedingt ist. Die intraindividuelle Variabilität scheint ein akzeptables Ausmaß aufzuweisen. Beide Methoden scheinen für longitudinale Studien geeignet.

Universitäts-Augenklinik Eppendorf, Martinistr. 52, D-20246 Hamburg


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