97. Jahrestagung der DOG 1999

P 378

IN-VIVO-MORPHOLOGIE DES KAMMERWINKELS NACH GLAUKOM-CHIRURGIE BEIM KONGENITALEN GLAUKOM

B. F. Engels, T. S. Dietlein, P. C. Jacobi



Hintergrund: Die Beurteilung des Kammerwinkels beim kongenitalen Glaukom ist in der Regel durch Hornhauttrübungen erschwert. Ziel unserer Untersuchung war die qualitative Beschreibung morphologischer Veränderungen nach verschiedenen drucksenkenden Eingriffen.

Methodik: Bei 18 Kindern und Jugendlichen im Alter zwischen 0 und 18 Jahren mit kongenitalen Glaukom führten wir eine Ultraschallbiomikroskopie des Kammerwinkels durch. Zwischen OP und Ultraschallbiomikroskopie lagen Zeiträume von 3 Monaten bis 16 Jahren. Die zuvor durchgeführten Verfahren waren Goniotomie, Trabekulotomie, Trabekulektomie, kombinierte Trabekulo-Trabekulektomie, tiefe Sklerektomie und Zyklodialyse.

Ergebnisse: Sowohl Goniotomie als auch Trabekulektomie bewirken eine deutliche Vertiefung des peripheren Kammerwinkels. Auffällig sind unabhängig vom operativen Erfolg hyperdense Areale im Behandlungsgebiet im Sinne umschriebener Vernarbung. Es finden sich bei den meisten trabekulektomierten Augen Irisinsertionen im Trabekulektomiespalt.

Diskussion: Unabhängig von der Qualität der optischen Medien ist die Ultraschallbiomikroskopie in der Lage spezifische operationsabhängige morphologische Änderungen aufzuzeigen. Bei unklarer Vorgeschichte erlaubt sie Rückschlüsse auf das angewandte Operationsverfahren.

Universitäts-Augenklinik Köln


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