97. Jahrestagung der DOG 1999

K 334

TRANSSKLERALE DETEKTION LASERINDUZIERTER OPTOAKUSTISCHER DRUCKTRANSIENTEN DES ZILIARKÖRPERS

I. Bruder, A. Büsching, U. Oberheide, H. Lubatschowski, H. Welling, W. Ertmer

Die transsklerale Laser-Zyklophotokoagulation wird bisher eher als Ultima-ratio-Methode im Rahmen der operativen Glaukomtherapie angewandt. Aufgrund der extrem kurzen Zeiten für die Laser-Gewebe-Wechselwirkung sowie der fehlenden optischen Kontrolle des eigentlichen Behandlungsgebietes bestehen Probleme bei der Dosierung der eingebrachten Energiemenge. Über- und Unterdosierung mit der Konsequenz des mangelnden Therapieerfolges und Wiederholungbehandlungen sind die Folge. Während der Lasereinstrahlung ins Gewebe entstehender Ultraschall sollte bezüglich der Eignung für eine genauere perioperative Lokalisation des Ziliarkörpers sowie der On-line-Überwachung der Gewebsreaktion während des Koagulationsvorganges beurteilt werden.

Methode: An enukleierten Schweinebulbi wurden mit einem speziell entwickelten Applikationshandstück kurze niederenergetische Laserpulse transskleral mittels einer geeigneten Faser im Kontaktverfahren in Richtung Ziliarkörper eingestrahlt. Gleichzeitig wurden im Absorptionsbereich des Ziliarkörpers bzw. des Pigmentepithels generierte Drucktransienten mit speziell angepaßten Druckaufnehmern aufgezeichnet. Die Messungen wurden in unterschiedlichem Abstand vom korneoskleralen Limbus durchgeführt, um Aufschluß über das räumliche Auflösungsverhalten der Methode zu erhalten. Die Meßergebnisse wurden mit histologischen Schnitten der bestrahlten Region verglichen. Zusätzlich wurden die Untersuchungen nach Erzeugung unterschiedlicher laserinduzierter Koagulationszustände des Ziliarkörpers durchgeführt, um erwartete Signalveränderungen korrelieren zu können.

Ergebnisse: Nach entsprechender Modifikation der Laserparameter wurden Transienten detektiert, die die Rückberechnung der optischen Eigenschaften des Zielgebietes ermöglichen. Die erzielte räumliche Auflösung ließ eine Differenzierung und Tiefenvermessung zu. Mit zunehmender Schädigung durch Laserkoagulation konnte eine deutliche Veränderung des Signals registriert werden.

Schlußfolgerung: Die wesentlichen Grundlagen zur Online-Überwachung des Koagulationsvorganges zur Anpassung der Laserparameter an den Therapieverlauf sind hiermit erarbeitet.

Laserzentrum Hannover e.V.


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