97. Jahrestagung der DOG 1999

V 322

LASERASSISTIERTE TRANSKANALIKULÄRE DCR - EIN ERSTER ERFAHRUNGSBERICHT

K. Müllner, G. Wolf


Hintergrund: Seit 4 Jahren stehen verbesserte Endoskope zur Untersuchung der Tränenwege mit ausgezeichneter Bild- und Lichtqualität zur Verfügung. Angeregt durch die verbesserte Diagnostik (direkte Beurteilung der Tränenwegsschleimhaut, Lokalisation von Stenosen) blieb der Wunsch nach ener intrakanalikulären und intrasakkalen Therapiemöglichkeit .

Patienten und Methode: Seit September 1997 kam ein KTP-Laser Festkörperlaser, Wellenlänge 532 nm, 10 W Höchstleistung) als Therapiemöglichkeit zum Einsatz. Bei 45 Patienten mit einer postsakkalen Stenose wurde mit dem KTP-Laser eine transkanalikuläre laserassistierte DCR, mit einem Knochenfenster von mindestens 5x5 mm durchgeführt. Anschließend wurde eine bikanalikuläre Silikonschlauchintubation in die Nase für mindestens 3, maximal 6 Monaten durchgeführt.

Ergebnisse: Bei 36 Patienten, bei denen eine laserassistierte transkanalikuläre DCR durchgeführt wurde, sind die Tränenwege glatt spülbar, 5 Patienten geben verstärkten Tränenfluß bei kaltem Wetter an und bei 4 Patienten kam es zu einer Restenosierung.

Diskussion: Mit dem KTP-Laser ist es auf Grund seiner hohen Leistung möglich, dicke Membranen und dicke Stenosen zu eröffnen und auch Knochenfenster mit einer Größe von 5x5 mm zu schaffen.

Univ. Augenklinik Graz, Auenbruggerplatz 4, A - 8036 Graz


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