97. Jahrestagung der DOG 1999

V 318

LASERKANALIKULOPLASTIK

J. Steinhauer1), A. Norda1), K.-H. Emmerich2), H.-W. Meyer-Rüsenberg1)

In den Jahren 1996 bis 1998 wurden bei insgesamt 47 Patienten eine symptomatische Kanalikulus-Stenose mittels Laser behandelt. Zur Anwendung kam der Erbium:YAG-Laser der Firma Schwind (Sklerostom)mit einer maximalen Leistungsstärke von 100mJ, angekoppelt an eine kurze Saphirfaser. Während der Laserapplikation war eine Endoskopie nicht erforderlich, da die Perforation manuell ausreichend zu erfühlen war. Es handelte sich in der Regel um punktförmige Kanalikulus-Stenosen.
Nach Laserbehandlung erfolgte eine Endoskopie zur Diagnostik der weiteren Tränenwegabschnitte und anschliessend eine Schlauchintubation.
Mittels Fragebögen und Nachuntersuchungen wurden die Ergebnisse mit einer Nachbeobachtungszeit von durchschnittlich13 Monaten ermittelt. Es zeigt sich eine Erfolgsrate von über 75% für die Reduktion von Epiphora.
An der Augenklinik Hagen wurde die konventionelle Kanalikuluschirurgie bis auf wenige Ausnahmen durch die Laserkanalikuloplastik verdrängt.

1St.-Josefs-Hospital, Hagen; Augenklinik der Universität Witten-Herdecke
2Augenklinik, Klinikum Darmstadt


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