97. Jahrestagung der DOG 1999

V 317

MIKRODRILL-DACRYOPLASTIK

R. Ungerechts1, M. Lüchtenberg1, H.-W. Meyer-Rüsenberg2, K.-H. Emmerich1

Neue diagnostische und therapeutische Möglichkeiten sind durch die Einführung endoskopischer Untersuchungsmethoden in der Behandlung von Erkrankungen der ableitenden Tränenwege eröffnet worden. Die direkte Beurteilung der Schleimhautverhältnisse ist intraoperativ möglich.
Außer der laserchirurgischen Eröffnung von Tränenwegstenosen gibt es als Alternative die mechanische Öffnung mit einem Bohrersystem.

Patienten: Ab April 1998 wurde in den beteiligten Augenkliniken bei 44 Patienten eine Mikrodrill - Dacryoplastik durchgeführt. In 39 Fällen isoliert, in 5 Fällen als Ergänzung zu einer Laserdacryoplastik.

Ergebnisse: Eine erfolgreiche Rekanalisierung unter endoskopischer Kontrolle war in allen 44 Fällen möglich. Komplikationen wurden nicht beobachtet.
Die Langzeitergebnisse sind abzuwarten, prinzipiell eröffnet der Mikrodrill jedoch eine neue Dimension minimal invasiver Chirurgie in der Tränenweg-chirurgie.

1Augenklinik, Klinikum Darmstadt, Heidelberger Landstr. 379, D - 64297 Darmstadt
2Augenklinik, St. Josef-Hospital, Dreieckstr. 17, D - 58093 Hagen


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