97. Jahrestagung der DOG 1999

V 267

ZUR ENTSTEHUNG VON EVAPORATIONSBLASEN BEI DER ERBIUM:YAG LASER VITRECTOMY

M. Mrochen, P. Riedel, H. Petersen, T. Seiler

Präklinische Untersuchungen zeigten die potentiellen Vorteile der Erbium:YAG-Laser Vitrektomie für die Hinterabschnittschirurgie. Jedoch ist eine genaue Kenntnis der Laserinteraktion mit dem Gewebe von entscheidender Bedeutung für einen erfolgreichen Einsatz von neuen Lasersystemen in der Ophthalmochirurgie. Ziel dieser Arbeit war es den Einfluß der Laserenergie, Laserpulsdauer und der Handstückgeometrien auf die Entstehung von Evaporationsblasen zu untersuchen.

Material und Methode: Die Entstehung von Evaporationsblasen konnte mittels Hochgeschwindigkeitsaufnahmen in Wasser untersucht werden. Die Laserenergie betrug bis zu 50 mJ und die Laserpulsdauer wurde im Bereich von 50 µs bis 300 µs variiert. Weiterhin konnten unterschiedliche distale Faserenden und Handstückgeometrien eingesetzt werden um das Austreten von Evaporationblasen aus der Aspirationsöffnung zu minimieren.

Ergebnisse: Die optimale Laserpulsenergie für die Erbium:YAG-Laser Vitrektomie liegt im Bereich von 3 mJ bis 10 mJ mit einer Laserpulsdauer von > 200 µs. Das Faserende sollte abgerundet bei einem Faserdurchmesser von > 200 µm. Das Austreten von Evaporationblasen konnte mittels einer Schlitzgeometrie für die Aspirationsöffnung minimiert werden.

Zusammenfassung: Die optimierten Laserparameter und Handstück-geometrien könnten mögliche Risikofaktoren bei der Erbium:YAG - Laser Vitrektomie reduzieren. TU-Dresden, Augenklinik; Fetscherstr. 74; D-01307 Dresden


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