97. Jahrestagung der DOG 1999

V 264

LANGZEITERGEBNISSE NACH PNEUMATISCHER RETINOPEXIE

N. Eter, T. Böker, M. Spitznas


Ziel: Beurteilung der Langzeitergebnisse (> 6 Jahre) nach Wiederanlage der Netzhaut durch pneumatische Retinopexie.

Methode: 78 Augen wurden retrospektiv nach pneumatischer Retinopexie untersucht. Hierbei wurden Visus und Fundusbefund evaluiert sowie Reoperationen dokumentiert. Der durchschnittliche Nachbeobachtungs-zeitraum betrug 6,4 Jahre. Visusergebnisse wurden mit dem Partnerauge verglichen.

Ergebnisse: Bei 77 Augen gelang es, die Netzhaut dauerhaft wieder anzulegen. Bei 67 Augen war es bereits beim ersten Eingriff zur Wiederanlegung gekommen, jedoch trat bei 19,4% bereits in den ersten 3 Monaten und bei 4,5% später während des Beobachtungszeitraumes eine Reablatio auf, die operiert werden mußte. Die durchschnittliche Zahl der Operationen bis zur dauerhaften Netzhautanlage bei den 77 Augen betrug 1,39. Bei einem Auge trat ein dauerhafter Mißerfolg mit Phthisis bulbi ein, was zur Enukleation führte. Sechs Jahre nach Primärver-sorgung betrug der Visus in der Gruppe der Augen ohne Reoperation mit initial abgelöster Makula im Mittel 0,57 (± 0,25 STD) [Partnerauge 0,67 (± 0,27)], mit initial anliegender Makula 0,7 (± 0,27) [Partnerauge 0,7 (± 0,25)]. Mit Reoperation und initial abgelöster Makula betrug der Visus 0,36 (± 0,3) [Partnerauge 0,51 (± 0,29)] und mit initial anliegender Makula 0,64 (± 0,26) [Partnerauge 0,63 (± 0,35)].

Schlußfolgerung: Sechs Jahre nach primärer pneumatischer Retinopexie lag bei 98,7% der Augen die Netzhaut an. Bei 65,4% war dieses Ergebnis allein durch den minimal invasiven Primäreingriff erreicht worden. Ob mehrere Eingriffe erforderlich waren, entschied sich bei 89% der Fälle bereits in den ersten drei Monaten. Der Endvisus war durchweg sehr befriedigend.

Universitäts-Augenklinik Bonn, Sigmund-Freud-Str.25, 53105 Bonn


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