97. Jahrestagung der DOG 1999

V 258

ZUR XENOTRANSPLANTATION VON RETINALEN PIGMENT-EPITHELZELLEN (RPE) IN DIE RCS RATTE.

S. Grisanti, P. J. Esser, K.-U. Bartz-Schmidt, N. Kociok, T. T. Luther, K. Heimann

Die RCS (Royal College of Surgeons) Ratte ist charakterisiert durch eine postnatal eintretende und progredierende Netzhautdegeneration. Durch die orthotope Transplantation von RPE wird die Erkrankung verzögert. Ziel dieser Studie ist es, die Wirksamkeit von Xenotransplantaten in nicht immunsupprimierten Individuen zu erfassen.

Methodik: Frisch isolierte, RPE Zellen vom Schwein wurden als Xenotransplantate in RCS Ratten (17-21 Tage alt) implantiert. Kontrollen erhielten eine physiologische Kochsalzlösung. Die Implantation erfolgte subretinal, in die Augenvorderkammer und in den subkutanen Raum. Der Effekt wurde mittels Immunhistologie ermittelt.

Ergebnisse: Orthotope Xenotransplantate bewirkten im Vergleich zu den Kontrollen eine dramatische Verzögerung der Immunreaktion. Xenotransplantate in der Augenvorderkammer und im subkutanen Raum induzierten nach 3-4 Wochen eine inflammatorische Zellinfiltration. Trotz fehlender Zellinfiltration der subretinalen Implantate wird die retinale Degeneration nur für einen limitierten Zeitraum verzögert.

Schlußfolgerung: RPE Xenotransplantate in der Augenvorderkammer und im subkutanen Raum induzieren eine ausgeprägte zelluläre Abstoßungsreaktion. Subretinale Xenotransplantate scheinen davon ausgenommen könnten jedoch durch eine humorale Reaktion beeinflußt werden.

Köln


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