97. Jahrestagung der DOG 1999

K 257

TRANSPLANTATION VON AUTOLOGEN IRIS-PIGMENTEPITHELZELLEN IN DEN SUBRETINALEN RAUM VON KANINCHEN

G. Thumann, K. U. Bartz-Schmidt, H. El Bakri, U. Schraermeyer

Die Transplantation von autologen Iris-Pigmentepithelzellen (IPE) in den subretinalen Raum stellt einen Behandlungsansatz in der Therapie der altersabhängigen Makuladegeneration (AMD) dar. Zur Entwicklung der optimalen Operationstechnik transplantierten wir autologe IPE Zellen in den subretinalen Raum von Kaninchen.

Methode: Bei 25 Kaninchen gewannen wir autologe IPE-Zellen durch eine Iridektomie, die anschließend am Partnerauge über einen Pars-plana-Zugang in den subretinalen Raum transplantiert wurden. Die Tiere wurden über einen Zeitraum von maximal 5 Monaten nachbeobachtet und die Augen anschließend licht- und elektronenmikroskopisch untersucht.

Ergebnisse: Autologe IPE-Zellen überlebten im subretinalen Raum und bildeten dort einen intakten, polarisierten Monolayer über dem retinalen Pigmentepithel (RPE) mit apikalen Mikrovilli. Anteile von phagozytierten Photorezeptor Außensegmenten (ROS) konnten innerhalb von Phagosomen im Zytoplasma von IPE-Zellen nachgewiesen werden. Die benachbarten ROS waren während der gesamten Beobachtungszeit intakt. In keinem Fall kam es zu einer Abstoßungsreaktion.

Schlußfolgerung: Unsere Ergebnisse zeigen, daß autologe IPE-Zellen in den subretinalen Raum transplantiert werden können. Die benachbarten Photorezeptoren werden hierdurch in keiner Weise negativ beeinflußt. Dieses Ergebnis zeigt, daß autologe IPE-Zellen beim Menschen einen autologen Ersatz für RPE in der Behandlung der AMD darstellen könnte.

Univ.-Augenklinik Köln, Abt. Glaskörper- und Netzhautchirurgie, Joseph-Stelzmann-Str. 9, D - 50931 Köln


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