97. Jahrestagung der DOG 1999

R 226

HYDROPHILE ORBITAEXPANDER BEI KONGENITALEM ANOPHTHALMUS

R. Guthoff1, A. Bacskulin2, K. Gundlach3, K. G. Wiese4

Ästhetisch befriedigende Maßnahmen beim kongenitalen Anophthalmus erfordern eine kontinuierliche Betreuung der Kinder über Jahre, um das Wachstum des Bindehautsacks und möglicherweise auch der Orbita adäquat zu stimulieren.
Der Einsatz osmotisch aktiver Hydrogelexpander mit einer Volumenzunahme bis zum Zehnfachen der Ausgangsgröße kann die Anzahl der Eingriffe deutlich reduzieren und verspricht nach den bisher vorliegenden begrenzten Erfahrungen nach 2-3 Eingriffen sehr befriedigende Prothesenhöhlen und ein mäßiges Wachstum der bei Kindern ebenfalls verkürzten Augenlider. Ob durch eine Implantation ähnlicher Osmoseexpander in den Orbitaweichteilen ein Wachstum der knöchernen Orbita stimuliert werden kann, ist nach maximal zweijähriger Nachbeobachtungszeit noch als Arbeitshypothese zu betrachten.

1 Universitäts-Augenklinik, Doberaner Str. 140,18055 Rostock
2 Universitäts-Augenklinik, Doberaner Str. 140,18055 Rostock
3 Klinik für Mund-Kiefer- und Plastische Gesichtschirurgie, Strempelstr. 13, 18055 Rostock
4 Georg-August-Universitätsklinik, Robert-Koch-Str. 40 37075 Göttingen


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