97. Jahrestagung der DOG 1999

K193

PHOTOTHERAPEUTISCHE KERATEKTOMIE ZUR BEHANDLUNG DER REZIVIERENDEN EROSIO

B. Schloßmacher, G. Pötzsch, C. Redbrake


Einleitung: Die Behandlung der rezidivierenden Erosio ist unbefriedigend. In den rezidivfreien Intervallen ist zumeist eine kontinuierliche konservative Therapie erforderlich. Hornhautstichelung und einfache mechanische Epithelabrasio haben hohe Rezidivraten. Eine neue Behandlungsmethode ist die Phototherapeutische Keratektomie (PTK). Langfristige Beobachtungen liegen aber kaum vor.

Patienten und Methode: In einer Nachbeobachtungszeit von 2 - 56 Monaten (Mittel: 27 Monate) konnten 21 Patienten nach Excimer-Behandlung im Alter von 26 - 72 Jahren (Mittelwert 42 Jahre) nachuntersucht werden. Alle Patienten waren konservativ, einige chirurgisch vor-behandelt. Die Krankheitsdauer lag zwischen 4 Monaten und 23 Jahren (Mittelwert 5,8 Jahre) mit durchschnittlich 5 Rezidiven. Bei 8 Patienten erfolgte eine PTK ohne Abrasio im rezidivfreien Intervall. Die Ablationstiefe lag zwischen 6 und 16 µm.

Ergebnisse: 16 Patienten (76,2%) waren im gesamten Nachbeobachtungszeitraum rezidivfrei. Bei 5 Patienten kam es zu einem Rezidiv, 3 Augen konnten einer Re-PTK unterzogen werden. Die Zweitbehandlung führte bei allen Patienten zu Rezidivfreiheit, so daß die Versagerquote insgesamt auf 3,9% gesenkt werden konnte. Unterschiedliche Rezidivraten zwischen Patienten, die mit oder ohne Abrasio behandelt wurden, waren nicht feststellbar. Alle Rezidive traten bei Ablationstiefen unter 8 µm auf. Ablationstiefen bis 16 µm bewirken keine Refraktions- oder Visusänderungen.

Schlußfolgerung: Die Rezidivrate von 3,9% ist im Vergleich mit anderen klinischen Studien zur PTK gering. Andere chirurgische Verfahren (Abrasio, Stichelung, Nd-YAG) zeigen im Vergleich deutlich höhere Rezidivraten. Eine ausreichende Ablationstiefe ist notwendig. Die Komplikationsrate ist gering.

Universitätsaugenklink der RWTH Aachen


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