97. Jahrestagung der DOG 1999

K187

PHOTOREFRAKTIVE KERATEKTOMIE (PRK) BEI NIEDRIGER MYOPIE UND MYOPEM ASTIGMATISMUS: BROAD-BEAM VERSUS FLYING-SPOT LASERTECHNOLOGIE

G. W. K. Steinkamp, G. Wellermann, T. Kohnen, E.-M. Schnitzler, M. Baumeister, C. Ohrloff

Nach den Ecximerlasergeräten der ersten Generation mit Broad-Beam (Ganzfeld) Lasertechnik wurden in den letzten Jahren zunehmend Lasersysteme mit Flying-Spot Technologie eingesetzt. Wir untersuchten die refraktiven Ergebnisse beider Lasersysteme nach photorefraktiver/ photoastigmatisch refraktiver Keratektomie (PRK/PARK).

Methoden: Mit dem Ecximerlaser Keracor 217 (Technolas/BauschLomb, Software PlanoScan) wurden 49 Augen (37 Patienten), mit dem Ecximer-laser VISX 20/20 (Software Version 4.0) wurden 46 Augen (29 Patienten) behandelt. Die präoperative Ausgangsrefraktion betrug in beiden Patientengruppen im sphärischen Äquivalent 6,00 dpt. Die zentrale Ablationszone beim VISX-Excimerlaser betrug konstant 6,0 mm, die Ablationszone des Keracor 217 Lasers wurde variabel zwischen 6,0 und 7,0 mm eingestellt. Sicherheit, Wirksamkeit, Stabilität und Vorhersagbarkeit der Ergebnisse wurden 1, 4 und 12 Monate postoperativ untersucht.

Ergebnisse: Bezüglich Wirksamkeit, Sicherheit und Vorhersagbarkeit ergaben sich keine signifikanten Unterschiede in beiden Patientengruppen. Hinsichtlich der Stabilität zeigten sich bei den mit dem VISX 20/20 behandelten Augen nach vier Monaten konstante Refraktionswerte. Patienten die mit dem Keracor 217 Laser behandelt wurden erreichten schon nach einem Monat stabile Refraktionswerte.

Zusammenfassung: Sowohl die Broad-Beam Lasertechnik (VISX 20/20) als auch die Flying-Spot Lasertechnik (Keracor 217) zeigen bei der PRK-Behandlung von niedrigen Myopien und myopischen Astigmatismen gute Ergebnisse und weisen keine grundlegenden Unterschiede auf.

Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt, Klinik für Augenheilkunde, Theodor-Stern-Kai 7, D-60590 Frankfurt am Main


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