97. Jahrestagung der DOG 1999

K186

REFRAKTIVE STABILITÄT NACH LASER IN SITU KERATOMILEUSIS (LASIK) BEI MYOPIE UND MYOPEM ASTIGMATISMUS MIT DEM KERACOR 217 EXCIMERLASER

G. Wellermann, G. W. K. Steinkamp, E.-M. Schnitzler, C. Ohrloff


Einleitung: Für ein eventuelles Retreatment nach LASIK sind stabile Refraktionswerte Voraussetzung einer erfolgreichen Nachbehandlung. Innerhalb der ersten vier Monate postoperativ kann der Hornhaut-Flap noch leicht mobilisiert werden. Ziel dieser Untersuchung war es, ein optimales Zeitfenster für ein LASIK-Retreatment zu definieren.

Methode: Mit dem Excimerlaser Keracor 217 (Mikrokeratom Hansatome, Software PlanoScan) wurden 91 Augen von 56 Patienten mit Myopie und myopem Astigmatismus im Alter von 20 bis 63 Jahren mittels LASIK behandelt. Die mittlere präoperative subjektive Refraktion im sphärischen Äquivalent betrug ­7,01 Dioptrien (­15,13 dpt bis ­1,38 dpt). Die Kontrollen wurden eine Woche, einen Monat, 4 Monate und 12 Monate postoperativ durchgeführt.

Ergebnisse: Die postoperative Refraktion eine Woche nach LASIK betrug im Mittelwert (sphärisches Äquivalent) +0,55 dpt, nach einem Monat wurden +0,23 dpt, nach 4 Monaten +0,20 dpt und nach 12 Monaten wurden +0,25 dpt erreicht.

Zusammenfassung: Die refraktiven Ergebnisse nach LASIK-Behandlung mit dem Flying-spot-Lasersystem unterliegen 4 Wochen postoperativ nur noch gerinfügigen Schwankungen. Eine eventuelle Nachbehandlung mit dem Ziel der refraktiven Optimierung könnte somit nach einem Monat durchgeführt werden.

Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt, Klinik für Augenheilkunde, Theodor-Stern-Kai 7, D-60590 Frankfurt am Main


Zurück