97. Jahrestagung der DOG 1999

K168

FUNKTIONELLE ANOMALIEN BEI VASKULÄR BEDINGTEN NETZHAUT-ERKRANKUNGEN

M. Janaky, A. S. Boros, T. Peto, G. Benedek*, L. Kolozsvari


Ziel: Wiedereinführung von parallel ausgeführten FLAG-Untersuchungen und Elektroretinographie in der Früherkennung von funktionellen Anomalien der Netzhaut.

Methode: Bei 13 Patienten mit Diabetes mellitus (Typ 1), 7 Patienten mit Zentralvenenverschlu am Partnerauge, 5 Patienten mit Pigmentepithel-Anomalien verursacht durch vaskuläre Faktoren, 7 Patienten mit Retinopathia pigmentosa (familiär hereditär), und bei Probanden haben wir eine Elektroretinographie durchgeführt. Das Elektroretinogramm wurde mit gold-foil Elektroden auf blue-flash-Stimulierung vor der Fluorescein-Eingabe, sofort danach und nach 15, 30, 45 und 60 Minuten registriert.

Ergebnisse: Die Fluorescein-Eingabe hat bei den Probanden wenig Amplitudenzunahme im ERG verursacht. Deutlicher Anstieg der ERG-Amplitude konnte man bei den Patienten mit Diabetes mellitus, in dem Partnerauge der Patienten mit Zentralvenenverschlu, bei den Patienten mit Pigmentepithel-Anomalien verursacht durch vaskuläre Faktoren beobachten. Bei den Patienten mit Retinopathia pigmentosa zeigte die Fluorescein-ERG keine Veränderung während des ganzen Ablaufes der Untersuchung.

Schlufolgerung: Unsere Ergebnisse beweisen die hohe Sensitivität der Fluorescein-ERG-Methode in der Entdeckung der vaskulären und funktionellen Anomalien der Netzhaut. Diese Methode zeigt einen Vorteil über der Fluorophotometrie, weil sie nicht nur die pathologischen Gefäe, sondern auch die anormale Empfindlichkeit der sensorischen Netzhautelemente detektiert.

Augenklinik und Institut für Physiologie* der Albert Szent-Györgyi Medizinischen Universität Szeged, Ungarn


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