97. Jahrestagung der DOG 1999

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INDIKATIONEN FÜR DEN AUSTAUSCH VON INTRAOKULARLINSEN - FALLBEISPIEL

R. Bruder, S. Clemens, W. Pedal

Obwohl implantierte Intraokularlinsen recht gut vertragen werden, gibt es dennoch einige Fälle, bei denen ein Austausch von bereits implantierten Linsen vorgenommen werden muß.
Ziel dieser retrospektiven Studie war es, die Gründe für den Intraokularlinsentausch zu analysieren. Wir erfaßten alle an der Augenklinik Greifswald zwischen 1995 und 1998 durchgeführten Intraokularlinsenaustauschoperationen. Überwiegend wurden Vorderkammerlinsen explantiert und in den meisten Fällen eine Hinterkammerlinse reimplantiert.
Etwa die Hälfte der Operationen wurde mit einer Keratoplastik kombiniert, in einigen Fällen wurde der Intraokularlinsentausch in Kombination mit einer ppV vorgenommen.
Häufigster Austauschgrund (> 50 %) war eine bullöse Keratopathie, wobei nur in wenigen Fällen eine direkte, z.T. lageabhängige Endothelberührung durch die Vorderkammerlinse nachgewiesen werden konnte. Gründe zum Austausch einer Hinterkammerlinse waren vielfältig, z.B. Luxation in den Glaskörperraum oder eine unzureichend erreichte Zielrefraktion.
In unserem Patientengut stellt die bullöse Keratopathie nach Vorderkammerlinsen-Implantation noch heute die hauptsächliche Indikation zum Austausch dar. Für den Hinterkammerlinsenaustausch konnte in unserem Patientengut kein signifikant vorherrschender Grund gefunden werden.

Univ.-Augenklinik, Rubenowstr. 2, 17487 Greifswald


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