97. Jahrestagung der DOG 1999

K128

ZWEIDIMENSIONALE DARSTELLUNG DER HORNHAUTDICKE MITTELS OPTISCHER KOHÄRENZTOMOGRAPHIE

C. Wirbelauer, H. Hoerauf, C. Scholz*, G.O. Bastian, R. Birngruber*, H. Laqua


Einleitung: Die Darstellung der Hornhaut ist wichtiger Bestandteil der ophthalmologischen Diagnostik und ist wesentlich im Bereich der refraktiven Chirurgie. In dieser Untersuchung sollte die Meßgenauigkeit der optischen Kohärenztomographie (OCT) bei der zweidimensionalen Darstellung der Hornhautdicke überprüft werden.

Patienten und Methoden: In einer kontrollierten klinischen Studie wurden konsekutiv 39 Patienten ohne korneale Pathologien untersucht. Die Pachymetrie der zentralen Hornhaut erfolgte kontaktfrei mit einem spaltlampen-adaptiertem OCT (Schwind, Kleinostheim). Vergleichsmessungen wurden mittels Ultraschall-Pachymetrie (US) bei 1640 m/s mit 2 unterschiedlichen Geräten erhoben. Da unsere Referenzmethoden keine absolute Präzision besitzen, erfolgte die statistische Auswertung mit Strukturregressionen, Äquivalenztests und der Bland-Altmann-Analyse.

Ergebnisse: Die mittlere zentrale Hornhautdicke lag bei 54641 µm (US) bzw. bei 53937 µm (OCT) und der mittlere Variationskoeffizient bei 0.8% (US) bzw. 1.2% (OCT). Der Methodenvergleich ergab eine Äquivalenz (2SD) für die bivariate Kalibrationslinie (y=0.6+0.99x) der Strukturregression im 5% Bereich. Die mittlere Abweichung ergab eine leichte Unterschätzung durch die OCT-Pachymetrie um 6.6 µm (1.2%). Die Präzision (SD) lag im Bereich von 11 µm, welches einem Fehler (2SD) von 4.1% entspricht.

Schlußfolgerung: Die Messung der Hornhautdicke mittels OCT weist im Zentrum eine gute übereinstimmung mit der Ultraschall-Pachymetrie auf. Aufgrund der kontaktfreien, einfachen und raschen Untersuchung an der Spaltlampe ist die zweidimensionale Darstellung der Hornhaut mittels OCT eine nützliche Ergänzung des diagnostischen Spektrums.

Augenklinik der Medizinischen Universität zu Lübeck;
* Medizinisches Laserzentrum Lübeck GmbH


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