97. Jahrestagung der DOG 1999

K100

Urokinase (uPA) und Urokinaserezeptor (uPAR) in Hornhautfibroblasten

C. Lehmann1, S. Mirshahi2, S. Mirshahi3, Y. Pouliquen4


Hintergrund: Urokinase (uPA) und Urokinaserezeptor (uPAR) spielen eine Schlüsselrolle in proteolytischen Prozessen der Extrazellulärmatrix und sind in zahlreiche physiologische und pathologische Matrixvernderte Prozesse involviert. Daneben aktiviert rezeptorgebundenen uPA matrixständige Wachstumsfaktoren (HGF, TGFß) und uPAR hat eine Funktion als Adhesionsprotein der Zelle für Matrixproteine (beispielsw. Vitronektin). In unseren Untersuchungen weisen wir uPA und uPAR erstmals auf menschlichen Hornhautfibroblasten nach.

Methoden: Es wurden immunohistochemische Untersuchungen, Western blots und Northern blots durchgeführt mit gesunden menschlichen Hornhautfibroblasten und Fibroblasten von Patienten mit Keratokonus. Es wurde ein ELISA zum Nachweis von uPA-rezeptor auf Hornhautfibroblasten entwickelt, auf der Grundlage des Nachweises von biotinmarkierten Membranproteinen.

Resultate: uPA und uPAR konnten mit spezifischen Antikörpern sowohl im Western blot als auch immunohistochemisch nachgewiesen werden. mRNA für upA und uPAR war ebenfalls nachweisbar. In einer vergleichenden ELISA-Untersuchung konnte eine erhöhte Expresson von uPAR in Keratokonusfibroblasten nachgewiesen werden.

Konklusion: uPA und uPAR werden von menschlichen Hornhautfibroblasteb exprimiert und können an der Pathogenese des Keratokonus beteiligt sein.

1 Augenklinik und Poliklinik, Virchow-Klinikum (Charité) Humboldt-Universität Berlin (D)
2Universitätsaugenklinik Hôtel Dieu, Paris (F)


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